Nr. 202 - 8. November 2022

Kontakt: Björn Lisker





Liebe CAMEXA-Mitglieder,

 

es freut mich, Ihnen in dieser Ausgabe die Mexiko-Ergebnisse der jüngsten Herbst-Umfrage "World Business Outlook" vorstellen zu können, die unser Mutterhaus, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), halbjährlich durchführt. Vielen Dank an all jene, die sich an der Umfrage beteiligt haben!

 

Die Ergebnisse zeigen, dass die Mehrheit von Ihnen nämlich 63 Prozent die   aktuelle Geschäftsentwicklung als gut bezeichnen. Das ist ohne Zweifel ein erfreuliches Resultat. Auch auf die Geschäftsentwicklung in den nächsten zwölf Monaten blickt die Mehrheit von Ihnen mit Optimismus; lediglich acht Prozent erwarten eine Verschlechterung. Verhalten bleibt dagegen die Prognose für die mexikanische Konjunktur.

 

Weiterhin verschlechtert hat sie die Wahrnehmung der Sicherheitslage im Land. 56 Prozent von Ihnen sehen eine im Vergleich zum Frühjahr des Jahres größere oder gar viel größere Auswirkung der Unsicherheit auf die Geschäftstätigkeit.

 

Aber sehen Sie selbst die Ergebnisse im Detail finden Sie nachfolgend in dieser Ausgabe, die zudem Nachrichten über die Aktivitäten der Kammer und Meldungen aus dem Kreis unserer Mitgliedsunternehmen beinhaltet.

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Johannes Hauser
Geschäftsführer


Mexiko-Ergebnisse der DIHK-Umfrage "World Business Outlook" vom Herbst 2022

Umfragezeitraum: 4.-21. Oktober 2022

1. Wie beurteilen Sie die gegenwärtige geschäftliche Lage Ihres Unternehmens?

  Herbst 2022 Frühjahr 2022 Herbst 2021
Gut 63% 43%   27%
Befriedigend 29% 44%   56%
Schlecht 8% 13%   17%

2. Welche geschäftliche Entwicklung erwarten Sie für Ihr Unternehmen vor Ort in den kommenden zwölf Monaten?

  Herbst 2022 Frühjahr 2022 Herbst 2021
Besser 47% 51%   56%
Gleich bleibend 45% 41%   42%
Schlechter 8% 8%     2%

3. Wie beurteilen Sie die konjunkturelle Entwicklung des Landes in den nächsten zwölf Monaten?

  Herbst 2022 Frühjahr 2022 Herbst 2021
Besser 18% 19%   29%
Gleich bleibend 42% 41%   48%
Schlechter 40% 41%   23%

4. Wie werden sich die Ausgaben Ihres Unternehmens für Investitionen vor Ort in den kommenden zwölf Monaten voraussichtlich entwickeln?

  Herbst 2022 Frühjahr 2022 Herbst 2021
Höher 42% 38%    35%
Gleich bleibend 34% 33%    31%
Geringer 18% 18%    21%
Keine Investitionen 5% 11%    13%

5. Wie wird sich die Beschäftigtenzahl Ihres Unternehmens vor Ort in den kommenden zwölf Monaten voraussichtlich entwickeln?

  Herbst 2022 Frühjahr 2022 Herbst 2021
Höher 47% 42%   31%
Gleich bleibend 50% 45%   54%
Geringer 3% 13%   15%

6. Wo sehen Sie die größten Risiken bei der wirtschaftlichen Entwicklung Ihres Unternehmens in den kommenden zwölf Monaten?

(Mehrfachnennungen möglich. In Klammern die Werte vom Frühjahr 2022 und Herbst 2021)

Wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen 71%  (60% - 53%)
Nachfrage 42%  (36% - 46%)
Rohstoffpreise 40%  (54% - 46%)
Störungen in der Lieferkette 40%  (n/a - n/a)
Arbeitskosten 32%  (12% - 6%)
Rechtssicherheit 29%  (35% - 35%)
Wechselkurs 26%  (26% - 33%)
Fachkräftemangel 26%  (17% - 13%)
Energiepreise 18%  (30% - 13%)
Finanzierung 16%  (20% - 17%)
Handelsbarrieren / Bevorzugung einheim. Firmen 11%  (12% - 19%)
Infrastruktur 8%  (16% - 15%)

Z1.  Auswirkungen der aktuellen Krisen auf Ihr Geschäft (u.a. globale Lieferengpässe, Corona-Pandemie, Krieg in der Ukraine): Welche Maßnahmen haben Sie bereits umgesetzt und welche Maßnahmen planen Sie noch?

(Mehrfachnennungen möglich)

  Bereits umgesetzt (Weiter) in Planung Nicht geplant

Neue oder zusätzliche Lieferanten

41% 35% 24%

Verlagerung von Produktion/ Niederlassungen an neue Standorte

7% 15% 78%

Erhöhung der Lagerhaltung

43% 20% 37%

Abbau von Personal

4% 8% 88%

Investitionen verschieben/ streichen

19% 22% 59%

Weitergabe des Kostendrucks (u.a. für Vorprodukte/Energie/ Rohstoffe/ Arbeitskräfte) an Kunden

56% 44% 0%

Z2.a In welchen Regionen haben Sie vermehrt nach neuen Lieferanten gesucht oder suchen Sie?

(Mehrfachnennungen möglich)

Lokal / im Land 59%
Deutschland 32%
Eurozone 27%
Asien / Pazifik (ohne China) 14%
China 14%
Sonstige EU, Schweiz, Norwegen, UK 9%
Ost- / Südosteuropa (ohne EU), Russland, Türkei 5%
Süd- und Mittelamerika 5%
Nordafrika, Nah- und Mittelost 0%
Subsahara-Afrika 0%

Z2.b In welchen Regionen haben Sie vermehrt nach neuen Standorten gesucht oder suchen Sie?

(Mehrfachnennungen möglich)

Nordamerika (=USA, Kanada, Mexiko) 71%
Eurozone 29%
Ost- / Südosteuropa (ohne EU), Russland, Türkei 29%
Deutschland 14%
Sonstige EU, Schweiz, Norwegen, UK 14%
Asien / Pazifik (ohne China) 14%
China 0%
Süd- und Mittelamerika 0%
Nordafrika, Nah- und Mittelost 0%
Subsahara-Afrika 0%

Z3.a Aus welchen Gründen suchen Sie nach neuen Lieferanten?

Diversifizierung bzw. Risiko-Minimierung bei Ausfällen 77%
Kostenoptimierung 64%
Einfacherer Zugang zu Rohstoffen oder Vorleistungen etc. 41%
Einhaltung von europäischen Nachhaltigkeitspflichten (z. B. Umwelt, Menschenrechte) 14%
Handelshemmnisse / Zölle / Sanktionen / Local Content-Vorschriften 0%

Z3.b Aus welchen Gründen suchen Sie nach neuen Standorten?

Markterschließung 57%
Diversifizierung bzw. Risiko-Minimierung bei Ausfällen 57%
Kostenoptimierung 43%
Einfacherer Zugang zu Rohstoffen oder Vorleistungen etc. 14%
Handelshemmnisse / Zölle / Sanktionen / Local Content-Vorschriften 14%
Einhaltung von europäischen Nachhaltigkeitspflichten (z. B. Umwelt, Menschenrechte) 0%

Z4 Worin sehen Sie aktuell Vorteile an Ihren jetzigen Standorten?

Lieferantennetzwerk 44%
Arbeitskosten 42%
Verfügbarkeit von Fachkräften 33%
(Digitale) Infrastruktur 28%
Energiekosten 17%
Sonstige 17%
Verfügbarkeit von Rohstoffen 14%
Politische Stabilität / Rechtssicherheit 11%
Steuerbelastung 3%

Wie hat sich die Sicherheitslage (Kriminalität/Gewalt) in Ihrem Land in den vergangenen 6 Monaten auf Ihr operatives Geschäft / Ihre Geschäftstätigkeit ausgewirkt?

(In Klammern zum Vergleich die Werte vom Frühjahr 2022)

Überhaupt keine Auswirkungen (die Sicherheitslage ist gut) 3% (5%)
Weniger Auswirkungen (die Sicherheitslage hat sich verbessert) 3% (4%)
Gleiche Auswirkungen (die Sicherheitslage ist unverändert) 39% (37%)
Größere Auswirkungen (die Sicherheitslage hat sich verschlechtert) 50% (39%)
Viel größere Auswirkungen (die Sicherheitslage hat sich deutlich verschlechtert) 6% (16%)

Informationen zu den Umfrage-Teilnehmern

Branche                                            .
 
 Industrie / Bau 40%
 Dienstleistung 32%
 Handel 24%
Sonstiges 4%
Anzahl der Mitarbeiter weltweit  
 Weniger als 100 53%
 100 bis 1000 21%
 Mehr als 1000 26%

Mitgliedsunternehmen zur aktuellen Situation in der Region Puebla-Tlaxcala

Der CAMEXA-Geschäftsführer Johannes Hauser kam am 26. Oktober in Puebla mit Vertretern von Mitgliedsunternehmen aus Puebla und Tlaxcala zusammen, um über deren aktuelle Situation zu sprechen. Begleitet wurde er dabei vom Leiter der Abteilung für Wirtschaft und globale Fragen an der Deutschen Botschaft, Ronald Münch, und von der Referentin für Wirtschaft an der Deutschen Botschaft, Sarah Basic.

 

Sorgen äußerten mehrere Firmenvertreter über eine weiterhin angespannte Situation der Lieferketten. Auch in der Logistik gebe es unverändert Probleme und hohe Kosten. Habe man für einen Schiffscontainer nach Deutschland vor der Covid-Pandemie zwischen 1500 und 2000 Dollar bezahlt, so liege der Preis derzeit bei 11.000 Dollar. Zwischenzeitlich habe er sogar über 20.000 Dollar betragen. Weil es in der Seefracht immer wieder zu Verzögerungen komme, müssten die Firmen vermehrt auf Luftfracht ausweichen. Das laufe derzeit über den Flughafen in Mexiko-Stadt, was aber häufig kompliziert sei. Deswegen wurde der Wunsch nach einer direkten Luftfracht-Verbindung vom Flughafen Puebla nach Deutschland geäußert. Der CAMEXA-Geschäftsführer sagte, man strebe an, Firmen aus der Logistikbranche und die Flughafenbetreiber an einen Tisch zu bringen, um konkrete Möglichkeiten einer solchen Verbindung zu erörtern.

 

Im Rahmen von Informationsveranstaltungen über Mexiko als Produktionsstandort und Markt wird CAMEXA einen Fokus auf kleinere in Deutschland ansässige Zulieferbetriebe der Automobilbranche legen. Sie sollen über die Möglichkeiten einer eigenen Produktion in Mexiko informiert werden. Hier sahen alle Beteiligten Potenzial für Neuansiedlungen auf den nachfolgenden Zulieferebenen Tier-2 und Tier-3.

 

Allerdings sei die Tatsache, dass es in Puebla kaum verfügbare Flächen in Industrieparks gebe, ein Hemmschuh. Hier müsse die Regierung des Bundesstaates rasch umdenken, um nicht weiter in Rückstand besonders gegenüber dem Bajío zu geraten, wo es ein attraktives Angebot an Industrieflächen gebe.

Eine Delegation der AHK aus Chile, Kolumbien und Venezuela informierte sich über die duale Berufsausbildung in Mexiko

Zum Vergrößern auf Foto klicken.
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Vom 26. bis zum 30. September bereiste eine Delegation mit Mitarbeitern der Auslandshandelskammern aus Chile, Kolumbien und Venezuela Mexiko, um sich über die duale Berufsausbildung zu informieren. Gemeinsam mit den CAMEXA-Experten der Abteilung für Berufsausbildung besuchte die Delegation Lehreinrichtungen, Unternehmen und Regierungssstellen. Gespräche mit Auszubildenden ergänzten das Programm.

Volkswagen: Grundstein für Lackieranlage in Puebla

Zum Vergrößern auf Foto klicken (Foto: Lisker).
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Investitionen mit einem Volumen von gut 760 Millionen Dollar hat Volkswagen de México in sein Werk in Puebla angekündigt. U.a. entsteht ein neues Lackierwerk, für das jetzt der Grundstein gelegt wurde. Den Betrieb aufnehmen soll die Anlage Ende 2024. Dann können dort bis zu 1800 Autos am Tag lackiert werden. Die Investition in die knapp 100.000 Quadratmeter große Anlage sei ein erster Schritt in die Fertigung von Elektro-Autos in Puebla, erklärte der CEO von Volkswagen de México, Holger Nestler.

 

Bei dem Festakt, an dem u.a. der Nordamerika-Chef von VW, Pablo Di Si, Pueblas Gouverneur Miguel Barbosa und Pueblas Wirtschaftsministerin Olivia Salomón teilnehmen, war CAMEXA durch Johannes Hauser vertreten.

T-Systems México weiht neue Büros in Puebla ein und macht sie zur globalen Zentrale für  Cybersicherheit

Im Beisein des globalen CEO von T-Systems, Adel Al-Saleh, wurden am 18. Oktober die neuen Büroräume der Zentrale von T-Systems México in Puebla eingeweiht. T-Systems ist ein international operierender Dienstleister für Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) und gehört zur Deutschen Telekom AG.

 

In Puebla werden rund 1000 Mitarbeiter in drei Sprachen über 40 Kunden aus den Branchen Automobil, Einzelhandel, Gesundheit, Transport und Logistik sowie dem öffentlichen Sektor betreuen.

Während seines Besuches in Mexiko kündigte Adel Al-Saleh an, dass das Unternehmen weiter in Mexiko investieren wird, um die Büros in Puebla zur globalen Beratungszentrale für Cybersicherheit auszubauen. Carlos Celaya, Vizepräsident für Cloud- und Digitaldienstleistungen, ergänzte, dass dadurch mindestens 300 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

 

Homepage: www.t-systems.mx

Globe Chemicals feiert 50. Jubiläum

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Das fünfzigjährige Bestehen feierte das Unternehmen Globe Chemicals S.A. de C.V. mit einem Fest im Golfclub Bellavista in Tlalnepantla. In seinem Grußwort dankte der Firmengründer Klaus Kesting den Mitarbeitern für ihren Einsatz und betonte, dieser habe entscheidend zum Erfolg des Unternehmens beigetragen. Die Feier beinhaltete u.a. einen Tanzdarbietung in landestypischen Trachten, einen beeindruckenden Auftritt der aus dem Fernsehen bekannten Zauberer „Joe und Moj“ und einer Gruppe von Mariachis.

GLOBE vertreibt Rohstoffe für Anwendungen in den Bereichen Lebensmitteln, Medikamenten, Pflanzenschutzprodukten und Chemie. Das Unternehmen hat eigene Lagerstätten in Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey.

Homepage: www.globe-chemicals.com.mx

Rittal México feiert 25jähriges Bestehen

Am 25. Oktober feierte die Firma Rittal México ihr 25jähriges Bestehen mit einem Gala-Abendessen in Mexiko-Stadt. Zugegen waren mehr als 240 Vertriebspartner, Zulieferer, Kunden und Mitarbeiter des in Toluca ansässigen Anbieters für Schaltschränke, Stromverteilung und Klimatisierung in der Industrie.


Bei der Veranstaltung überreichte Uwe Scharf, Geschäftsführer für MD Business Units und Marketing bei Rittal Deutschland, dem Geschäftsführer von Rittal México, Maloare Soares, eine Auszeichnung für die Verdienste und Teamleistung der Niederlassung in Mexiko. Zugegen waren u.a. Andreas Ružić und Matthias Schüler aus dem Mutterhaus, der Vertreter der Deutschen Botschaft Ronald Münch und  Johannes Hauser von CAMEXA.


"Mexiko ist von strategischer Bedeutung für Rittal und ich bedanke mich bei unseren Vertriebspartnern, die uns in unserem nachhaltigen Wachstum unterstützt haben, bei den zahlreichen Endkunden in Mexiko, Zentralamerika und der Karibik sowie bei unseren Mitarbeitern in Mexiko", betonte Uwe Scharf in seinem Grußwort.

 

Homepage: www.rittal.com.mx



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